Ich bin endlich am Meer angekommen 🥳🥳 Der restliche Weg fühlt sich jetzt gar nicht mehr weit an.
Natürlich startet der Tag wieder mit einem ausgewogenen Frühstück, diesmal gibt’s Pizza, die ich gestern beim Abendessen vorsorglich mitbestellt habe.

Danach wieder ab auf die Straße. Eigentlich war der Plan, nach der ersten Stunde nach einem Café für ein richtiges Frühstück Ausschau zu halten aber es lief so gut (und es kamen so wenig Städte), dass ich erst nach 2,5 Stunden und der halben Strecke auf einen Muffin und Cappuccino anhielt.




Danach wurde es auch schon merklich flacher und der Fluss immer breiter. Ich bin die nächsten 40 km eigentlich nur noch so einem Schifffahrtskanal gefolgt. Dieses kilometerlange stumpfe geradeaus fahren war auch mal ganz nett, um den Kopf abzuschalten und ein bisschen Musik zu hören.
Die zweite Pause gab es bei einem kleinen Restaurant am Rand des Kanals, das wie eine Ranch aufgebaut war. Es gab sogar Pferde, die auf der anderen Uferseite herumgerannt sind

Mit nicht mehr viel Strecke auf dem Tacho, bog ich ca. 15 km vor Ende in einen Supermarkt ab, um ein paar Snacks und Abendessen zu besorgen. Natürlich nichts zum Kochen, der Kocher ist aus Gewichtsgründen diesmal Zuhause geblieben.
In der Souvenirecke bekomme ich schonmal eine Vorstellung, was mich in der kommenden Gegend „Camargue“ erwarten könnte. Sieht aus, als würde ich demnächst auf Flamingos, Wildpferde und Wasserbüffel treffen.

Und Müchen. Der Laden hatte ein ganzes Regal für Mückenspray und Citronella Kerzen. Kein gutes Zeichen.
Auf die Flamingos brauchte ich sogar gar nicht lange warten. Kurz vor meinem heutigen Ziel kam ich noch bei einer Gruppe vorbei, die in einem stehenden Gewässer am chillen war.

Stehendes Gewässer … Hmm … Wer wohnt da noch? MÜCKEN!!
Aich die Befürchtung hat sich leider bestätigt, als ich mit ordentlich Tempo durch einen Riesenschwarm Mücken fuhr. Wirklich, da waren mehr Mücken als Luft in der Luft für gute 500 Meter. Schrecklich. Morgen werde ich mir erstmal einen kompletten Imkeranzug zulegen.
Im Camp angekommen wurde es leider nicht besser. Sobald ich für mehr als 2 Sekunden auf einer Stelle stand, wurde ich von mindestens 4 aggressiven Mücken attackiert. Dass ich noch in meinem verschwitzten, kurzen Fahrradoutfit war, hat bestimmt nicht geholfen. Hab auf jeden Fall gefühlt einen neuen Rekord im Zeltaufbau aufgestellt.

Danach wurde erstmal geduscht (was auch schon gegen die Mücken half, sollte ich öfter machen) und dann ging es zum Strand.

Es war leider etwas bewölkt aber zumindest mit den Füßen war ich drin. Wenn man schon von Deutschland bis ans Mittelmeer radelt, ist das ja irgendwie Pflicht.

Für mich ist das auf jeden Fall ein großer Meilenstein der Tour, auch wenn ich ein Drittel noch vor mir habe. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Tage. Vielleicht sehe ich morgen ja die versprochenen Wasserbüffel.
Statistik Gesamt
Strecke: 818 / 1.248 km (65,5%)
Höhenmeter: 4.501 / 6.351 m (70,9%)
Heutige Dummheit:
- Nicht genug eingecremt. Meine Beine sind so rot wie die Hummer auf meiner Badehose

Herzlichen Glückwunsch, dass du über die Hälfte geschafft hast. 💪
Meer klingt nach Urlaub. Genieße die Fahrt am Meer entlang. Und creme dich morgen ein 😉
Guten Morgen Fabian, es ist 7 Uhr. Als erstes habe ich mich auf deinen Bericht gefreut. Super Leistung von dir!! Ja, mit den Mücken ist nicht angenehm. Hoffentlich hast du nicht so viele Stiche. Eine schöne Fotos von der Strecke. Vielleicht kannst du heute das Meer testen. Deine Eltern waren gestern mutig und sind bei 18 Grad im Pool gewesen.
Ich wünsche dir eine gute Weiterfahrt. Bis morgen! LG